Der Darm ist Ihr zweites Gehirn. Er ist ein unverzichtbares Organ, dessen Gleichgewicht für das reibungslose Funktionieren Ihres Körpers von entscheidender Bedeutung ist. Der Darm hat die Kraft, Sie dank seines Mikrobioms zu verteidigen. Was ist das Mikrobiom? Wie sind Pro- und Präbiotika für Ihre Gesundheit notwendig?
Das Darmmikrobiom.
Darmflora. Was ist das?
Ihr Verdauungstrakt enthält Milliarden von Bakterien. Die Gesamtheit der nicht pathogenen Mikroorganismen (Bakterien, Viren, Pilze) bildet das Mikrobiom oder die Darmflora. Das Mikrobiom befindet sich hauptsächlich zwischen Dünndarm und Dickdarm.
Welche Aufgaben hat die Darmflora?
Neben der Gewährleistung eines normalen und regelmäßigen Darmtransits spielt die Darmflora eine Rolle bei den Verdauungs- und Immunfunktionen.
Verdauungsfunktionen.
Die Darmflora sorgt für die Fermentierung von unverdaulichen Nahrungsresten wie Ballaststoffen. Sie erleichtert auch die Aufnahme von Nährstoffen durch eine Reihe von Enzymen. Die Mikroorganismen, aus denen das Mikrobiom besteht, ermöglichen die gute Synthese von Vitamin K und den Vitaminen B9 und B12. Alle Feed.-Produkte versorgen Sie mit 15 bis 33 % Ihres täglichen Bedarfs an Vitaminen und Mineralstoffen.
Immunfunktionen.
Das Mikrobiom spielt eine Rolle bei der Immunität. Das Immunsystem ermöglicht Ihrem Körper, sich gegen verschiedene Arten von Angriffen zu verteidigen. Die Darmflora ermöglicht es:
- die Anhaftung und Entwicklung pathogener Bakterien (die gleichzeitig mit der Nahrung und bei jedem Schlucken eindringen) im Verdauungssystem zu verhindern.
- Darmschleim zu produzieren, der den Darm schützt.
- Entzündungen der Darmschleimhaut bei Bedarf zu reduzieren, wie zum Beispiel bei Gastritis.
- das Wachstum und die Entwicklung der Zellen der Darmschleimhaut zu ermöglichen, die für die Nährstoffaufnahme unerlässlich sind.
Welche Faktoren stören die Darmflora?
Die Darmflora ist empfindlich. Viele Umweltfaktoren können das Gleichgewicht des Mikrobioms stören und dessen Funktionen schwächen.
- eine unausgewogene Ernährung: zu viel Zucker, zu viel Alkohol, zu viele schlechte Fette oder zu wenig Ballaststoffe.
- ein übermäßiger Konsum von Medikamenten: Antibiotika, Kortikoide, Entzündungshemmer usw.
- regelmäßiger Stress.
- Rauchen.
- intensiver Sport: Marathon, Halbmarathon, Trail, Ironman usw.
Probiotika und Präbiotika.
Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die natürlich in Ihrem Körper vorkommen und Ihre Darmflora schützen. Sie verhindern, dass pathogene Bakterien in den Blutkreislauf gelangen oder sich in Ihrem Darm vermehren. Die bekanntesten sind Lactobacillus, Bifidobacterium oder Streptococcus.
Quellen für Probiotika.
Sie sind natürlich in Joghurt und fermentierten Milchprodukten wie Buttermilch, Kefir oder Kourmis enthalten. Man findet sie auch in Obst und Gemüse wie Artischocken, Spargel, Bananen, Erdbeeren oder Getreide wie Roggen und Gerste.
Präbiotika.
Präbiotika sind Ballaststoffe, die vom Körper nicht verdaut, aber von Probiotika fermentiert werden können. Der Einsatz von Präbiotika hilft, Aggressionen entgegenzuwirken und somit die Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Präbiotika können die Aufnahme bestimmter Mineralien wie Kalzium oder Magnesium erhöhen. Sie sollen eine schützende Wirkung gegen Darmkrebs haben.
Warum Probiotika als Nahrungsergänzung einnehmen?
Es kann sinnvoll sein, Probiotika als Nahrungsergänzung einzunehmen, da sie helfen, die Vermehrung schlechter Bakterien zu bekämpfen. Darüber hinaus haben manche Menschen aufgrund starker Aggressionen (z. B. längere Antibiotikatherapie) nicht genug davon. Eine abwechslungsreiche, ausgewogene und vielfältige Ernährung versorgt Sie mit den Probiotika, die Sie benötigen, aber auch mit den Präbiotika. Es wird empfohlen, sie 30 Minuten vor einer Mahlzeit einzunehmen.
Zusammenfassend.
Das Mikrobiom ist ein unverzichtbares Ökosystem für Ihr Wohlbefinden. Es muss daher gepflegt werden. Die Darmflora oder das Mikrobiom besteht aus lebenden Mikroorganismen, die als Probiotika bezeichnet werden. Probiotika ernähren sich von unverdaulichen Nahrungsresten, die als Präbiotika bezeichnet werden. Probiotika sind natürlich in Joghurt, fermentierten Milchprodukten sowie in bestimmten Obst- und Gemüsesorten enthalten. Eine Probiotika-Supplementation kann für manche Menschen sinnvoll sein.